Typografischer Raster

typo_raster Ein typografischer Raster

Alles braucht seine Ordnung, auch eine Buchseite. Deshalb wird für das kreative Chaos ein typografischer Raster verwendet, um Titelzeilen, Texte, Tabellen, Legenden und Bilder in ein ausgewogenes und ruhiges Verhältnis zu bringen. Dieses Ordnungssystem erleichtert die Platzierung aller Elemente, lässt deren Anordnung aber variabel.

Vertikale Einteilung

Die vertikale Einteilung orientiert sich stark am Text, beziehungsweise am Grundlinienraster. Für die Erstellung einer Rasterzelle (auch Segment genannt, siehe Bild, Nr. 1) nimmt man eine geeignete, für die ganze Arbeit gleiche Anzahl Grundtextzeilen. Das Segment reicht dann von der Oberkante eines Versals bis zu der Schriftlinie der letzten Zeile. Da die Unterlänge der letzten Zeile zum Segmentzwischenraum (siehe Bild, Nr. 2) zählt, misst der Zwischenraum eine Blindzeile mit Durchschuss oben und unten.

Horizontale Einteilung

Auch die horizontale Einteilung wird meistens an Hand der Grundschrift bestimmt. Man achtet darauf, dass die Segmentbreite der idealen Anzahl Buchstaben pro Zeile entspricht. Diese Anzahl beträgt mindestens 40 bis 45, idealerweise jedoch 50 bis 60 Buchstaben. Wichtig dabei ist, dass die Breite der horizontalen Einteilungen auch deren Anzahl bestimmt. Man muss also seine Vorstellungen von Segmentbreite, Buchstabenanzahl und Segmentanzahl in Einklang bringen.

Grösse & Anzahl

Da alle Abbildungen auf Einzel- und auch auf Doppelseiten in einem guten Verhältnis zu einander und zum Text stehen sollen, sollte sich deren Anordnung am Raster orientieren. Es gilt daher folgende Aussage : Grösse und Anzahl der Segmente sind abhängig von der grössten Anzahl Bilder pro Seite.

Ganzseitige Bilder

Bei ganzseitigen Bildern ist zu beachten, dass diese vorteilhaft auf einer rechten Seite, der Schauseite, platziert werden. Gedrehte, querformatige Bilder, die eine ganze Seite ausfüllen, stehen mit Fuss immer nach rechts. Auch die Legende sollte dort vorzufinden sein.