Marginalie

werksatz.marginalie Marginalien
1: 2–3 mm Abstand
2: ⅔ des Papierrandes breit

Die Marginalie (von lateinisch «Margo»: Rand, «marginalis»: zum Rand gehörig) ist eine Bemerkung oder Anmerkung, die am Rand des Textes, ausserhalb des Satzspiegels steht. Sie dient als Erläuterung zum Text oder in einigen wissenschaftlichen Werken als Titel des nebenstehenden Textabschnitts. Marginalien finden sich primär in Werken wie Fachbücher, Statuten, Gesetzbücher, Gesamtarbeitsverträge, Abstimmungsvorlagen oder in wissenschaftlichen Werken.

Platzierung

Die Marginalie steht am äusseren Papierrand. Sie wird üblicherweise mit einer Satzbreite von etwa 17 mm gesetzt, sollte aber nicht breiter als zwei Drittel des Randes werden. Die Marginalie gehört nicht zum Satzspiegel und erhält von diesem einen Abstand von gut 2 bis 3 mm. Sind die Marginalien sehr umfangreich, kann, um Raum zu schaffen, der Grundtext um 5 bis 10 mm schmaler gesetzt werden. Die Marginalie wird wegen der geringen Satzbreite im Flattersatz gesetzt. Sie steht meist neben der ersten Zeile des Abschnitts, auf welchen sie sich bezieht. Die erste Zeile der Marginalie hält Register mit der danebenstehenden Grundschriftzeile.

Schrift

Marginalientext hat den gleichen Schriftcharakter wie die Grundschrift. Er wird jedoch zwei bis drei Punkt kleiner gesetzt als der Grundtext. Der Durchschuss sollte so gewählt werden, dass die Grauwirkung des Marginalientextes in etwa der des Grundtextes entspricht.