Konstruierter Satzspiegel

Bundsteg 2 Teile
Kopfsteg 3 Teile
Aussensteg 4 Teile
Fusssteg 6 Teile

Als Satzspiegel bezeichnet man die nutzbare Fläche einer Buchseite. Er wird am Rand durch die Stege begrenzt. Die Satzspiegelkonstruktionen ergeben einen sehr harmonischen und damit ruhigen Satzspiegel, welcher sich besonders für Belletristik oder andere Bücher zum Lesen eignet. Dies liegt vor allem an den Randverhältnissen, die in etwa im Goldenen Schnitt zueinander stehen :

Diagonalenkonstruktion

diagonalenkonstruktion

Sie ergibt den «klassischen Satzspiegel» mit Randverhältnissen im Goldenen Schnitt. Der klassische Satzspiegel wird immer über eine Doppelseite und nach folgendem Ablauf konstruiert :

Die beiden kleinen Diagonalen ziehen Die beiden grossen Diagonalen ziehen Vom Schnittpunkt der beiden eine Senkrechte bis an den oberen Seitenrand ziehen Von diesem Punkt eine Schräge zum Diagonalenschnittpunkt auf der anderen Seite ziehen Der Schnittpunkt der Schrägen und der kleinen Diagonalen ergeben die innere obere Ecke des Satzspiegels. Von dieser Ecke an zuerst waagrecht nach rechts, dann senkrecht nach unten auf die beiden Diagonalen ziehen. Die letzte Ecke ergibt sich aus Breite und Höhe.

Zwölfteilung

zwoelfteilung

Die Zwölfteilung teilt die Seite in der Höhe und in der Breite durch zwölf. Dadurch entstehen 144 Rechtecke, mit dem Seitenverhältnis der Ursprungsseite. Die Stege sind nun immer je ein oder zwei Rasterquadrate breit bzw. hoch. Bei einem Seitenverhältnis von 1.5 (A4 : 1.41) ergeben sich wieder die oben aufgelisteten Randverhältnisse. Ausser der Zwölfteilung gibt es auch noch weitere Rasterteilungen, die analog funktionieren. Ein Beispiel dafür ist die Neunteilung