Fussnote

Fussnoten sollen den Text lesbarer machen, indem sie weiterführende Erklärungen, Anmerkungen, Legenden, Bemerkungen oder Quellenangaben in sich aufnehmen, damit diese den Lesefluss nicht stören. Im Text wird dazu an der entsprechenden Stelle ein Fussnotenzeichen als Verweis gesetzt. Die Fussnote selbst folgt dann am Ende der Spalte oder der Seite.

Platzierung

Die Fussnote steht am Fuss der Seite, innerhalb des Satzspiegels. Sie hat etwa einer Blindzeile Abstand vom Text, wobei die Grösse des Abstandes je nach Schriftgrad des Fussnotentextes leicht variieren kann. Die Schriftlinie der letzten Fussnotenzeile steht auf gleicher Höhe wie die der letzten Grundtextzeile. Die Fussnote kann durch eine Linie abgetrennt werden, wobei die Linienstärke der Grauwirkung der Schrift angepasst werden sollte. Die Linie steht optisch in der Mitte zwischen Fussnote und Grundtext und erstreckt sich über die ganze Satzbreite.

Schriftgrösse

Die Fussnote wird ein bis zwei Punkt kleiner als der Grundtext gesetzt, der Durchschuss so gewählt, dass die Fussnote die gleiche Grauwirkung wie der Grundtext hat.

Fussnotenzeichen

Fussnoten können seitenweise, kapitelweise oder fortlaufend nummeriert werden. Zur Markierung werden hochgestellte Ziffern (bestenfalls speziell gezeichnete z. B. Bruchziffern) gebraucht. Werden pro Seite nur wenige Fussnotenverweise (d. h. maximal drei) gebraucht, können diese mit Sternchen markiert werden, bei mehr Verweisen werden Zahlen gebraucht, da es sonst unübersichtlich wird. Fussnoten können statt spalten- und seitenweise auch am Schluss des Werkes zusammengefasst werden.

Satztechnik

Bezieht sich die Fussnote auf ein einzelnes Wort, folgt das Fussnotenzeichen, etwas anspationiert, unmittelbar nach dem Wort. Bezieht sich die Fussnote hingegen auf einen ganzen Satz, folgt das Fussnotenzeichen erst nach dem Satzzeichen, hier aber ohne zusätzlichen Raum. Das Zeichen steht auch vor dem Fussnotentext, auf den es verweist. Hier kann der Abstand unterschiedlich gross sein. Kommen aber im Grundtext Einzüge vor, richtet sich auch dieser Einzug danach. Steht ein Fussnotenzeichen in einer Überschrift, so wird es aus der Grundschrift gesetzt.

Umbruch

Fussnoten beginnen immer auf der gleichen Seite, auf der auch das zugehörige Fussnotenzeichen steht. Im mehrspaltigen Satz, beginnt die Fussnote immer in der entsprechenden Spalte. Umfangreiche Fussnoten können aber über mehrere Seiten bzw. Spalten fortlaufend sein, wobei der Fussnotentext sich dann gleichmässig über die entsprechenden Seiten / Spalten verteilt. Auf einer Ausgangsseite folgt die Fussnote direkt unterhalb des Texts und nicht erst unten an der Seite. Folgt jedoch am Ende des Textes eine Unterschrift oder ein Datum, so wird die Fussnote auch auf einer Ausgangsseite ganz unten platziert.

Endnote

Statt Fussnoten können in einem Text auch Endnoten verwendet werden. Sie stehen, wie der Name schon sagt, am Ende des Textes. Dadurch sind sie etwas mühsamer nachzuschlagen, stören aber dafür den Textfluss weniger.
Endnoten und Fussnoten sollten nicht gemeinsam in einem Werk vorkommen. Eine solche Mischung irritiert den Leser und ist meist nicht nötig.