Raster

Moirée

Ein Moirée entsteht wenn sich zwei Raster in einem ungünstigen Winkel überlagern. Es ergeben sich regelässige, unerwünschte Strukturen die von blossem Auge sichtbar sind.

Winkelung

Konventionell

Konventionelle Rasterwinkelung

Bei der konventionellen Rasterwinkelung wird die zeichnendste Farbe (Schwarz) auf 45° gelegt. Bei diesem Winkel fällt das Raster am wenigsten auf.
Die beiden anderen stark zeichnenden Farben Cyan und Magenta müssen um ein Moirée zu verhindern in einem Abstand von 30° dazu gedruckt werden.
Es bleibt in der Mitte nur noch die 0°/90°-Position übrig, die jedoch ein Moirée erzeugt. Da Gelb am wenigsten zeichnet, wird es auf diese Position gelegt.

Varianten

Rosettenarten

Berechnung der Rasterzellen

Rationale- und irrationale Tangentenwinkelung Rationale Tangentenwinkelung (oben)
Irrationale Tangentenwinkelung (unten)

Rationale Tangentenwinkelung

Bei der rationalen Rasterung werden Rasterwinkel gewählt, bei denen die Eckpunkte der Rasterzellen immer auch auf die Eckpunkte der Belichtermatrix treffen. Dadurch sind alle Rasterzellen identisch. Rasterpunkte müssen für jeden Tonwert nur einmal berechnet werden. Das verkürzt die Rechnungszeit. Rationale Tangentenwinkel sind zum Beispiel und 45°.

RT-Screening

Irrationale Winkel (15° und 75°) werden auf den nächsten rationalen auf- oder abgerundet (18.435° und 71.565°). Das verkürzt die Rechenzeit, erhöht aber die Gefahr der Moiréebildung. Auch die Rasterweite ist so für jeden Winkel leicht unterschiedlich.

Irrationale Tangentenwinkelung

Die irrationale Rasterung wird bei Winkeln angewandt, bei denen die Ecken der Rasterzellen und die der Belichtermatrix nicht immer übereinstimmen. Jeder Rasterpunkt muss demnach separat berechnet werden, was die Rechenzeit verlängert. Irrationale Winkel sind zum Beispiel 15° und 75°.

Superzelle

Mehrere Rasterzellen werden zu einer zusammengefasst (z. B. 4 × 4). Diese wird dann auf einen rationalen Winkel gelegt. Dadurch erhält man eine gute Annäherung an die irrationalen Winkel, die Rechenzeit wird aber nicht allzu lang, da eine Superzelle nur einmal berechnet werden muss.

HQS-Screening

Basiert auf RT-Screening mittels Superzellen. Erzeugt eine gute Annäherung an die irrationalen Rasterwinkel (15.003° und 74.996°) und an die gewünschte Rasterweite.

AM- und FM-Raster

AM-Raster

AM-Rasterzelle
Aufbau eines Rasterpunkts im AM-Raster

FM-Raster

FM-Rasterzelle
Aufbau eines Rasterpunkts im FM-Raster.

Pro FM – Kontra AM

AM- und FM-Raster Oben AM-Rasterung, unten FM-Rasterung

Pro AM – Kontra FM

XM-Rasterung

= Hybrid-Raster

Kombination aus AM- und FM-Raster. Nutzt jeweilen die Stärke beider Rasterarten aus.

Punktform

Die elliptische Punktform ist am verbreitetsten, da der Punktschluss auf zwei Bereiche aufgeteilt ist und so weniger starke Tonwertsprünge auftreten.

Form Punktschluss Anwendung
Rund 70% Flexodruck
Elliptisch 40% & 60% Offset-, Sieb-, Hochdruck
Quadratisch 50% Technische Motive
Punktschluss
Bereich in dem sich Rasterpunkt an den Ecken berühren – Es entsteht ein Tonwertsprung
Tonwertsprung
Eine sichtbare Abstufung zum sonst gleichmässigen Grauverlauf.