Buchstabenregeln

3 Prinzipien

Lautprinzip

Ich spreche Wörter deutlich aus und höre auf die unterschiedliche Lautung.
Die Barke – der Park
Das Dorf – der Torf

Stammprinzip

Wörter mit gleichem Wortstamm schreibe ich gleich.
das Kind – kindlich
die Seele – seelisch
die Spur – spüren
lehren – die Lehrerin

Homonymieprinzip

Wörter die gleich lauten, aber Unterschiedliches bedeuten, schreibe ich gewöhnlich nicht gleich.
lehren – leeren
die Lärche – die Lerche
das Lid – das Lied
aber:
der Hahn (Wasserhahn) – der Hahn (Vogel)
das Schloss (Gebäude) – das Schloss (Schliessvorrichtung)

Vokallänge

1. Faustregel (hohe Trefferquote)

Wenn ein Wortstamm auf einen betonten und dann immer langen Vokal (Kuh) [oder langen Vokal plus e (Truhe)] ausgeht, wird der Vokal mit einem h gekennzeichnet.
die Brühe, nah (näher, nahe), froh, roh, zäh, drehen, bejahen (aber: ja)

2. Faustregel (hohe Trefferquote)

Wenn in einem Stamm auf einen langen Vokal noch ein Konsonant folgt (Lob), steht kein Dehnungszeichen, ausser es handle sich um blosses l, m, n, r. (hohl)
graben, brav, Bart, Haken, Rache

3. Faustregel (Trefferquote: 99%)

Fremdwörter haben kein Dehnungs-h
Kamel, Portal, Problem, Hormon, Kalkül, Harpune

Negativregel

Umlaute werden nie verdoppelt.
Saal -> Sälchen; Paar -> Pärchen, Boot -> Bötchen

Regeln bei Konsonanten

1. Regel (Trefferquote: 95%)

Folgt im Wortstamm auf einen betonten kurzen Vokal nur ein einzelner Konsonant, so wird er in der Schreibung verdoppelt.

Kurzer Vokal
Quallen, Ratten, Gramm, Fall, Mitte zerren, schwellen, Stall
Langer Vokal:
Qualen, Raten, Gram, fahl, Miete, zehren, schwelen, Stahl

2. Regel

Statt kk steht ck, statt zz steht tz.
Die Ausnahme bilden Fremdwörter wie Skizze oder Intermezzo.